Pandoras Jukebox

Regie: Andrea Schulthess | Spiel, Text, Puppen: Kathrin Bosshard
Spiel, Musik: Gabriel Meyer | Bühne: Hannes vo Wald | Licht: Boris Knorpp

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In diesem Stück ist Pandoras Büchse eine Jukebox, übervoll mit Sorgen, Songs und Storys. Ihr Rappeln weckt die schlafende Pandora samt ihrer Neugierde. Sie hebt den Deckel und – puff – steigt Max heraus, ein Mann mit furchteinflößend hässlichem Gesicht. Flugs verwandelt sich Pandora in eine Reihe von Gegenübern, welche die kleine, grosse Welt von Max bevölkern: Zuerst in Kuno, einen Riesenschnauzer in seinen besten Jahren. Er ist Single und räsoniert über die moderne Zeit. Dann wird sie zu Max’s Ehefrau, eine proper und resolut auftretende Kröte, und zu deren Tochter Gret, die sich aus einem osteuropäischen Kinderheim entführt wähnt. Und schließlich wird sie zu Katze, eine von Selbstzweifeln geplagte Dichterin in den Mitvierzigern, die nach der wahren Liebe sucht. Alle diese Figuren fordern jammernd und klagend ihr Glück. Nur Max, keiner menschlichen Sprache mächtig, hört zu und lässt aus dem Klagen und Seufzen seiner Freunde Klänge werden, indem er meisterhaft in die Saiten seiner Instrumente greift. Pandoras Jukebox erzählt in episodenhaften Begegnungen von der Freude und dem Schmerz menschlicher Leidenschaft und hält uns aus der Fabelperspektive den Spiegel vor. 

«Zum Heulen lustig.» St. Galler Tagblatt

«Hand- und Mundwerk vom Feinsten. Hingehen dringend empfohlen.» Landbote